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Le Galion von Elisabeth de Feydeau

Le Galion von Elisabeth de Feydeau

Le Galion

Diese vortreffliche Marke erhielt den Namen von den großen Segelschiffen mit ihren hochkantigen Hecks, die in uns den Gedanken an die große Weite und den Aufbruch wachrufen. Noch sind uns einige Namen ihrer Düfte ein Begriff:  „Sortilège“, „Brumes“, „Snob“… Aber insgesamt sind die Parfüms von „Le Galion“ in unserer Erinnerung verblasst und sie gehören bereits zur glorreichen Geschichte des französischen Parfüms.
 

Le Galion

Der talentierte Parfümeur Paul Vacher wurde im Jahre 1935 Besitzer des Unternehmens „Le Galion“ und somit auch der Nachfolger von Prince Murat, der die Firma einige Jahre zuvor gegründet hatte. Nachdem er Düfte für das renommierte Haus „Lanvin“ entworfen hatte, unter anderem die Parfüms „Arpège“, „Rumeur“ und „Scandal“ zusammen mit André Fraysse, war Paul Vacher überzeugt, dass es an der Zeit wäre, sich ins Abenteuer der Selbständigkeit zu stürzen. Im Jahre 1936 wurde sein Duft „Sortilège“ ein augenblicklicher Erfolg und blieb auch eines der Schmuckstücke des Hauses.

Bis Ende der 30er Jahre folgten Düfte wie: „Bourrasque“, „Brumes“ und einige Blütendüfte, wie „Iris“ und „Tubéreuse“, die aus feinsten natürlichen Rohstoffen hergestellt wurden.

Le Galion
Le Galion

Nach der Befreiung Frankreichs 1944 kreiert Paul Vacher weiterhin Parfüms, wie zum Beispiel „Special for Gentlemen“ (1947), „Frac“ (1949), „Lily of the Valley“, „La Rose“ (1950), das berühmte und treffend benannte „Snob“ (1952) und schließlich „Whip“ (1953). Paul Vacher ist jetzt ein hoch angesehener Parfümeur und manche erachten ihn als einen der großen Meister der Parfümwelt, genauso wie es auch schon Ernest Beaux, Ernest Daltroff, Jacques Guerlain oder Edmond Roudnitska waren.

Als im Jahre 1946 Serge Heftler-Louiche und Christian Dior einen Duft für das Modehaus entwickeln wollen, wenden sie sich selbstverständlich an Paul Vacher. Und er entwirft diesen wundervollen Duft aus einer Chypre-Komposition, der ganz einfach Miss Dior benannt wird.

Le Galion

Anfang der 60er Jahre wenden sich „Christian-Dior-Parfums“ von neuem an Paul Vacher, und diesmal kreiert er für sie „Diorling“ im Jahre 1963. Die Düfte von „Le Galion“ waren inzwischen weltweit berühmt: im Jahre 1964 wird „Sortilège“ in 97 Ländern verkauft. Doch auch weiterhin entwirft Paul Vacher für das Haus „Le Galion“: das Eau de Cologne „Extra-Vieille“ (1967), „Galion d’Or“, „Vétyver“ (beide im Jahre 1968), oder auch „l’Eau Noble“ (1972).

Im Jahre 1980 wurde „Le Galion“ dann an einen Amerikanischen Konzern verkauft. Durch schlechte Führung ging das Unternehmen schnell unter, und zusammen mit ihm auch ein Aushängeschild Frankreichs und der Parfümwelt, das der Eleganz und der Einfachheit, der guten Umgangsformen und des Sinns für Qualität.

Le Galion

Mehr als 30 Jahre später ersteht, wie Phoenix aus der Asche, das Parfümhaus „Le Galion“ wieder auf. Die außergewöhnlichen Düfte, die damals so erfolgreich waren, werden neu herausgebracht. Seltene und hochwertige Kreationen, die unter dem Zeichen der Eleganz und Vornehmheit stehen.